Hinter den Kulissen – Infernos Reisetagebuch Teil 1

Ein paar einleitende Worte

Das Reisetagebuch unseres Teams Inferno bietet euch einen Einblick in die Geschehnisse ihrer Reise in die USA, um an den UCA International Allstar Championships teilzunehmen. In mehreren Teilen berichten euch Athleten und Coaches, wie sie das Chaos der Anreise, die Trainings, die Freizeit, das Zusammenwachsen des Teams und das Wochenende der Meisterschaft erlebt und dabei gedacht haben. Ihr erlebt, was das Team erlebt habt. Viel Spaß beim Lesen und mit verfolgen.

Ein Hinweis: Das Reisetagebuch setzt sich aus der Sichtweise einzelner zusammen. Die Verfasser haben sich nicht abgesprochen. Daher werden einige Erlebnisse ‘doppelt’, aber aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. So wollen wir euch an der Vielfältigkeit der Gedanken und Erlebnisse teilhaben lassen.

Infernos Reisetagebuch – Das Chaos der Anreise

[Alex] Was für ein Vorhaben. Es ist Montag der 26.02.2018. Wir als Flames Allstars haben unser Showcase in Vorbereitung auf das Meisterschaftswochenende 10.03./11.03.2018. In der letzten Woche habe ich für meine Verhältnisse kurzfristig noch ein Ausbildungsvorhaben reingeschoben bekommen, weshalb meine ursprüngliche Planung mit meinem Team überhaupt nicht aufgegangen ist. Trotzdem war ich gespannt, was sich in den letzten drei Trainings getan hat.

Ein solider Showcase und ein letztes, gekürztes Training waren an diesem Montag das Ergebnis. Danach habe ich noch einige organisatorische Punkte für unsere USA Reise bekannt gegeben. Am Donnerstag sollte es soweit sein und die Reise beginnen.

Wir haben noch einmal die Kosten zusammengefasst und ich habe den organisatorischen Ablauf für die Anreise bekannt gegeben. Zu dem Zeitpunkt war ja noch nicht klar, dass der Plan komplett über den Haufen geworfen wird. Dann gingen alle ihre Wege.

Am Mittwochabend haben wir uns noch einmal gemütlich zusammengesetzt und als Team gegessen. Anstatt Training stand ein ruhiger Abend auf dem Programm. Donnerstag ging es dann zum Flughafen. Die meisten von uns sind zusammen als große Gruppe geflogen und hatten ihre Abflugzeit einige Stunden vor mir. Wir habe uns alle vor dem Schalter zum Einchecken getroffen. Da war schon das erste Mal die Rede davon, dass der Flug gecancelt werden soll. Richtig geglaubt hatte ich es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Donnerstag, 01.03.2018

[Marie] Oh man, jetzt geht es tatsächlich los. Ehrlich gesagt fühlt sich das noch ziemlich unrealistisch an, aber ich freue mich so krass auf die kommenden zwei Wochen. Die Fahrt zum Flughafen dauert gefühlte 5min, ich mache allerdings auch immer wieder mal die Augen zu, weil ich echt müde war.

Wir haben unser Gate (fast) schnell gefunden, das Gepäck aufgegeben und sind zur Sicherheitskontrolle gegangen. Auch da waren wir fix durch und jetzt hatten wir noch 40min Zeit bis das Boarding losging. Wir haben ein Stuntfoto gemacht, eine Kleinigkeit gefrühstückt und waren nochmal auf dem Klo und dann war die Zeit auch schon um und wir konnten einsteigen.

Die Nervosität steigt tatsächlich langsam. Es ist Jahre her, dass ich das letzte Mal geflogen bin. Aber der erste Flug geht ohne Probleme vorbei. Wir landen in Madrid. Nach und nach kommen all die aufgebrachten Nachrichten auf Whatsapp an: Der zweite Flug, der in dem so gut wie das komplette Team fliegen sollte, wurde gecancelt. Verdammt. Aber uns bleibt keine Zeit sich zu ärgern, wir müssen einmal durch den kompletten Flughafen in Madrid sprinten, zwischen aussteigen und dem nächsten Boarding haben wir circa 20 Minuten und angeschrieben ist ein Fußweg von 25 Minuten. Aber wir haben es zum Glück trotzdem geschafft. Es ist der „Last Call“, aber wir haben es geschafft.

[Alex] Es ist also soweit. Ich verabschiede mich, wünsche allen einen guten Flug und mache mich auf den Weg zu meinem Schalter am anderen Terminal. Mein Flug ist über United Airlines gebucht und wird über die Lufthansa in München ausgeführt. Eingecheckt, Koffer abgegeben und dann werde ich angerufen: Der Flug ist gecancelt. Knapp 20 Mann von uns sitzen jetzt in München und müssen sich jetzt was überlegen. Viel machen kann ich nicht, außer meinen Flug nehmen also warte ich. Aus der Ruhe bringt es mich aber auch nicht. Die Meisterschaft ist erst 10 Tage später. Ich weiß, alle werden es irgendwie schaffen.

[Marie] Jetzt hatten wir 9 Stunden Flug vor uns. Film schauen, essen, schlafen. Nach der Landung in Miami kommt eine Nachricht, dass JEDER bitte sein Gepäck abholen möchte. Eigentlich sollte es bis Orlando durchfliegen, aber ok. Wir haben auch hier nicht lange Zeit, nur eine Stunde bis zum Boarding. Das heißt also wieder beeilen und nicht so wie erwartet ganz entspannt.

Zuerst müssen wir durch den Zoll. Es folgen die üblichen Fragen, Reisepässe checken und lauter Fingerabdrücke. Dann sind wir fertig, allerdings hat die Franzi einen orangenen Zettel für die Homeland Security in ihrem Reisepass stecken. Na toll. Die Treppe runter tauchen die Gepäckbänder auf. Franzi und ich finden unsere Koffer schnell, aber Corinnas ist nicht da.

Die Sicherheitsleute auf der anderen Seite vom Raum rufen uns drei zu sich, nehmen Franzis Pass + Zettel genommen und wir sollen uns hinsetzten. Corinna darf weitersuchen.

Nach etwa 10 Minuten bekommt Franzi ihren Pass wieder, diesmal statt Zettel einen schönen Stempel drin. Für uns geht es weiter. Corinnas Rucksack ist nicht aufgetaucht und die Dame am Schalter meinte, dass sie sich da erst in Orlando erkundigen kann. Also sind wir losgegangen, um nicht weiter Zeit zu verschwenden. Es hat echt all unsere letzten Nerven gekostet bis wir endlich im Flugzeug sitzen. Vor der Gepäckabgabe wurden wir hin und her geschickt, vorm Sicherheitscheck auch und dann mussten wir nochmal eine gefühlte Meile rennen.

In der Luft waren wir anschließend nur circa eine halbe Stunde, wenn überhaupt. Nach der Landung checken Franzi und ich dann endlich mal wieder unser Whatsapp und Corinna fragt nach ihrem Gepäck. Über 300 Nachrichten. Alle sind noch zuhause, außer uns losgekommen sind nur Alex und Vasco, aber Vasco hängt jetzt in London fest. Das kann doch nicht wahr sein. Zum Glück kommt der Alex, und das sogar ziemlich bald.

Franzi und ich haben unser Gepäck aufgespürt, Corinna hatte immer noch kein Glück. Wir haben uns am Flughafen noch was zu essen gekauft. Corinna geht noch schnell shoppen, weil sie nur ein Wechseloutfit dabei hat.

In der Zeit treffen Franzi und ich uns schon mit dem Alex. Corinna kommt 5 Minuten später, mit einer kleinen Mangotüte in der Hand. Dann stellen wir uns mitsamt unserem Gepäck zum Sixt Shuttleservice und müssen auch nicht lange warten. Eine Viertelstunde später sind wir bei Sixt und der Alex kümmert sich um das Auto. Das ging jetzt auch alles einigermaßen schnell.

[Alex] In Washington steige ich um. Während dem Passcheck für die Einreise in die USA habe ich Zeit und ich verbinde mich mit dem örtlichen WLan. Mein Handy vibriert gefühlt 5-Minuten lang, bis es alle Nachrichten abgerufen hat. Durchgelesen habe ich mir nicht alles. Das wichtigste war: Alle haben eine alternative und ich habe eine Übersicht, wer mit welchem Flug wann und wo landet. Damit ist für mich die Welt in Ordnung.

Auch das Team hatte wieder etwas Ruhe, wenn gleich der Stress der Reise noch nicht vorbei gewesen sein sollte.

Orlando. 13 Stunden Flug. Corinna, Franzi und Marie waren bereits vor Ort. Die sind schon sehr früh in München gestartet. Wir treffen uns und fahren gemeinsam zu Sixt.

[Marie] Wir haben ein tolles Auto bekommen, einen GMC Yukon XL. Ein Achtsitzer mit allem möglichen an Spielzeug. Jetzt mussten wir noch etwa 40 Minuten zu unseren Miethäusern in Davenport fahren. Da haben wir gleich als erstes schnell das Haus angeschaut und das Gepäck reingebracht. Corinna ist dann schon ins Bett und wir saßen noch ein bisschen am Tisch und jeder hat sein Ding gemacht bevor auch wir uns für heute verabschiedet haben.

Ach ja, das hätte ich fast vergessen: Nach einem ewigen hin und her haben jetzt fast alle einen neuen Flug, Vasco hat einen Schlafplatz in London und es werden wohl morgen im Laufe des Nachmittages und Abends alle restlichen Infernos hier eintreffen.

[Alex] Vor dem Schlafen gehen fasse ich mir noch alle Flugdaten zusammen und versuche einen „Masterplan“ zu schmieden. Wer holt wen, wann und wo ab? Es ist relativ überschaubar, denn eine große Gruppe und damit zwei Autos werden in Miami landen und von dort aus mit dem Auto nach Orlando kommen. Die armen Schweine… Nicht nur einen nervenaufreibenden Tag mit Fliegerchaos und einem anstrengenden Flug werden sie hinter sich gebracht haben, sondern sie müssen dann auch noch 4 bis 5 Stunden Auto fahren.

Für alle anderen war der Plan also am Folgetag (Freitag) abends zu pendeln und in drei Wellen die nacheinander ankommenden Gruppen einzusammeln und zu den Häusern zu bringen. Jetzt heißt es aber erst einmal schlafen.

Erfahrt im nächsten Teil, wie das Team sich langsam in Orlando einfindet und alle wieder vereint werden.

Die Autoren des 1. Teils sind Marie und Alex. Alex ist einer der Coaches des Teams und war während der Reise mit vor Ort. Er hat sich um den organisatorischen Ablauf gekümmert und alles, was für die Meisterschaft von Bedeutung gewesen ist. Marie ist aktive Athletin im Team. Sie ist einer der Flyer und hat das Reisetagebuch ins Leben gerufen.

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