Hinter den Kulissen – Infernos Reisetagebuch Teil 3

[Marie] Eigentlich war geplant, dass heute noch jeder selbst frühstückt und das haben wir irgendwie auch. Trotzdem finden wir uns alle mit unserem eigenen Zeug am Pool ein und sitzen da dann alle und essen. Wir genießen die Morgensonne und es ist einfach super entspannt.

Die Männer zaubern dann sogar noch für alle Rührei mit Tomate und Bacon. Sehr lecker 😊. Lange Zeit bleibt dann aber auch schon nicht mehr bis wir fertig sein sollen zum los düsen. Wir gehen einkaufen. Alle zusammen. Der Plan ist, dass einfach jeder sein eigenes Zeug kauft und fertig. Es ist eine Lüge, wenn ich sagen würde, dass es nicht stressig ist aber das ist ja auch irgendwie selbstverständlich. 28 Leute in einem riesigen Supermarkt.

Wir kommen alle wieder heile raus und ich glaube arm ist nach dem Einkauf auch keiner. Wir haben ja übrigens jetzt vier Autos, vier Mal das gleiche Modell, drei Mal davon in weiß und eins in silber. Das schaut so cool aus, wenn wir zusammen in unserer Kolonne rumfahren.

[Alex] Der Jetlag treibt viele bereits früh aus dem Bett. Gegen 11.00 / 12.00 Uhr haben nur noch Vasco und Sean geschlafen. Die Gruppe – nicht alle – will los, Einkaufen fahren. Manchen jucken wohl die Hummeln im Arsch. Schlussendlich wird Vasco für uns unterhaltsam, für ihn etwas unschön aus seinem Schlaf getrieben, was er später auch noch deutlich machen wird.

Alle wach, die Truppe ist vollzählig! Es geht los: Einkaufen fahren. Das Einkaufen war wild. Ziel ist es, dass jeder für sich einkauft außer offensichtliche Gemeinschaftssachen wie Klopapier, Wasser für das Training etc. Das Team soll sich untereinander zusammenfinden. Autoweise, grüppchenweise, und dann für die nächsten Tage das einkaufen, was sie gemeinsam frühstücken wollen. Das läuft mehr oder minder gut.

Das ist aber auch nicht sonderlich überraschend. Für uns alle ist das eine komplett neue Situation. 28 Mann auf einem Haufen. Was das betrifft sind keine konkreten Erfahrungswerte vorhanden. Es zeigte sich, wer auch zu Hause eigenständig und eigenverantwortlich lebt.

Bei der Altersspanne im Team ist das aber auch nicht verwunderlich, dass einige noch etwas fragend durch den Supermarkt gelaufen sind. So machte jeder seine Erfahrung. Die jüngeren sind zu den älteren gekommen, haben Fragen gestellt und das Team hat sich gegenseitig unterstützt. Auch dadurch wächst es weiter zusammen.

Alles in allem hat es funktioniert. Jeder hat etwas zum Essen und – zumindest für diesen Tag – wurden keine Haushaltswaren wie Klopapier etc. doppelt gekauft.

Zurück in den Häusern angekommen geht ein Teil shoppen und ein Teil chillt. Ich setze eine Gruppe am Outlet und nutze die Gelegenheit, um die Strecke zum Gym abzufahren.

[Marie] Nach dem Einkaufen ist wieder Pooltime und ich begebe mich dafür ins Haus 2, weil die ziemlich viel Spaß haben. Und es ist wirklich sehr lustig bei denen.

Um halb 4 ist allerdings schon wieder Abfahrt zum Shoppen, also freiwillig natürlich. Aber warum nicht. Es geht wieder in das gleiche Outlet wie gestern. Wir laufen einfach recht entspannt rum, bis es halb 7 ist, da war wieder Treffpunkt am Auto.

Das Outlet ist schon echt schön, aber es gibt halt hauptsächlich Marken. Und das ist trotz Outletpreisen immer noch echt teuer.

Wieder zurück ist es schon dunkel und damit auch echt frisch. Da sind wohl lange Klamotten angesagt. Aber ganz egal, heute grillen wir! Beziehungsweise Domi grillt und wir essen, er und Basti sind unsere Grillmeister. Wir haben alle (einigermaßen) leckeres Essen und es gibt noch tollen Salat und mega geile Saucen. Es ist ein super lustiger Abend.

[Alex] Abends grillen wir. Danach gibt es die erste Teambesprechung und Aussprache. Ich halte mich dabei zunächst bedeckt. Klar habe ich gemerkt, dass es die eine oder andere Spannung gibt und auch kleinere Unzufriedenheiten. Für mich ist vieles davon noch Auswirkungen von der stressbehafteten Anreise. Einiges aber auch, weil das Team das erste Mal in so einer intensiven Zeitspanne aufeinandersitzt. Das ist etwas anderes als die Zeit in Deutschland, etwas ganz anderes.

Dominik, einer unserer Grillmeister
Gemeinsames Abendessen
Shopping beendet

Eingeleitet wird die Runde durch Vasco. Das ist ein sehr guter Zug von ihm und ein verdammt wichtiger. Jeder kann sich für den Moment einmal ‚auskotzen‘, wenn er den Bedarf hat und ich habe regelrecht gemerkt, wie die Spannung nach der kleinen Runde abflacht.

Für mich ist klar, wir haben keine Probleme. Alle Probleme die wir hatten sind mit der Ankunft der beiden Autos aus Miami verflogen. Und das Team macht gerade alles was für den Moment wichtig ist, um weitere Probleme gar nicht erst aufkommen zu lassen: Es spricht miteinander. Damit ist der Grundstein für eine erfolgreiche Zeit gelegt und das Team ist wieder einmal weiter zusammengewachsen.

Das war der Einstieg vor Ort. Ich muss dazu sagen, der Einstieg für die Reise selbst als der Verantwortliche vor Ort ist für mich nicht ganz einfach. Von der Sache selbst ist es eine überschaubare Angelegenheit. Um es plastisch, echt einfach auszudrücken und oberflächlich zu betrachten: Nichts anderes mache ich beim Militär auch.

Aber beim Militär ist die organisatorische Struktur eingespielt. Jeder kennt seinen Platz im System, jeder weiß mit einer bewusst gewählten Wortwahl und Begrifflichkeit etwas anzufangen. Durch das Militär sind meine Arbeitsprozesse militärisch geprägt. Es wäre falsch, wenn nicht. Ich kenne aber auch meine Leute und meine Leute kennen mich. Wir wissen voneinander, wer wie arbeitet.

Das ist bei uns in diesem Umfang nicht der Fall aber für unsere Reise von Bedeutung. Zudem bin ich in der Vergangenheit als Coach mit meinem Team aufgrund meiner militärischen Art angeeckt. Das hat zu einer „Disharmonie“ geführt. Irgendwo liegt das auch in der Natur der Sache selbst. Begründen will ich das an dieser Stelle nicht weiter.

Wichtig ist: Bei dieser Reise geht es für um weit mehr als nur die organisatorischen Vorbereitungen und schlussendlich die Durchführung. Es geht auch um weit mehr als um das Erlebnis der Meisterschaft. Diese Reise ist die einmalige Gelegenheit als Team noch weiter und richtig zusammen zu wachsen.

Egal, um welche Meisterschaft es in Deutschland geht. Egal wie viel Zeit wir in Deutschland miteinander verbringt. Es wird niemals eine solche Intensität entstehen, wie in diesen knapp zwei Wochen in den USA.

An diesem Abend sowie den folgenden Tagen gilt es für mich herauszufinden, wie viel meiner ‚militärischen Struktur‘ das Team mitträgt, ohne dabei Unmut, Demotivation oder Abneigung entstehen zu lassen. Das würde sich negativ auf die Moral auswirken und damit den Erfolg des Teams beträchtlich gefährden.

Die nächste wichtige organisatorische Hürde ist der Montag, das erste gemeinsame Training.

Sonntag, 04.03.2018 – Feel the Holidays: Cocoa Beach

Feel the Holidays: Cocoa-Beach
Feel the Holidays: Cocoa-Beach
Feel the Holidays: Cocoa-Beach

[Marie] Für mich heißt es in der Früh immer Tagebuch schreiben und wenn dann langsam alle aufstehen und frühstücken mache ich das auch bzw. wenn ich fertig bin mit schreiben. Wir haben wieder gemeinsam am Pool gefrühstückt, für mich gab es ein fettes Müsli.

Danach hat sich jeder fertig gemacht, weil heute ist STRANDTAG! Um viertel nach 10 war Abfahrt und wir hatten etwa anderthalb Stunden Fahrt vor uns. Unser Ziel war Cocoa Beach. Auf der Fahrt saß ich auch endlich mal auf dem Beifahrersitz und was soll ich sagen…es macht echt Spaß!

Angekommen ging es direkt zum Strand, bis auf die paar die erst noch zur Toilette mussten, versteht sich. Wir haben uns ein gutes Stück weiter rechts ein Fleck gesucht wo wir alle hinpassen. Jeder hat sein Handtuch ausgebreitet und dann haben wir uns in die Sonne gelegt. Aber weder ungestört noch lange. Der Wind war schon echt nervig, vor allem, weil er immer so schön viel Sand mitgenommen hat und ihn auf Handtücher, ins Essen und in die Gesichter geweht hat. Lecker.

Da blieben mir nur Franzis Schuhe. Nicht optimal. Aber was solls. Wir haben ja schöne Fotos gemacht und nur das zählt. Nach den Teamfotos haben viele auch noch selber Fotos gemacht, einige Stuntfotos, Body Positions, Herzchen, Huckepack,…

Es kam allerdings auch ziemlich schnell die Ansage dass wir jetzt Fotos machen. Schuhe, verdammt. Eigentlich hieß es, dass es auch ohne Schuhe geht deswegen liegen meine Cheerschuhe jetzt im Haus und auf dem Weg her hatte ich Flip Flops an.

Stunt Time
Stunt Time
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Ich hab ein Partnerstuntstretchfoto mit dem Vasco 😊. Irgendwann waren alle Wünsche befriedigt und wir haben uns wieder zurück auf die Handtücher in die Sonne gelegt.

Um halb 3 haben sich dann schon 16 Leute/2 Autos zusammen gefunden, die früher fahren wollten. Mich eingeschlossen. Im Haus haben wir uns erst einmal hingelegt, entspannt und Fotos von heute angeschaut. Dann bin ich aber doch irgendwann mal wieder aufgestanden und habe mich für nachher fertig gemacht.

Erst machen wir wieder Besprechung für morgen und dann geht’s ab zum Essen. Wir schauen mal beim Applebee’s das fast um die Ecke ist und wenn die keinen Platz für 28 Leute haben müssen wir eben weitersuchen. Die beim Applebee’s meinten wir müssen eine Stunde warten. Toll. So nicht. Also hat sich Alex Auto auf den Weg gemacht und wir haben das Longhorn Steakhouse gecheckt. Voll. Gegenüber von dem Steakhouse war noch ein anderer Applebee’s und da haben wir dann auch noch nachgefragt. Wer sagt es denn, wir müssen zwar getrennt sitzen, aber können sofort rein. Also sind wir acht schon rein und die anderen 20 haben sich auf den Weg her gemacht.

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Das Personal dort war echt super lieb, die haben sich große Mühe gegeben so viele Tische wie möglich zusammen zu schieben damit wir fast ganz zusammensitzen können. Erst saßen dann noch 8 Leute in einer anderen Ecke von dem Applebee’s, aber später konnten die sich auch noch in unsere Area setzen. Perfekt. Jeder hat sich sein Gericht schmecken lassen und ich muss sagen, der Burger war zwar nicht der Beste, aber die Pommes waren echt göttlich.

Ich war randvoll nach dem Essen. Dann haben wir noch den lieben Kevin, unseren Kellner gebeten ein Teamfoto zu machen und dann haben wir uns auch schon wieder auf den Weg zurück gemacht. Zuhause habe ich echt sofort Zähne geputzt und bin ins Bett gefallen. Morgen ist früh aufstehen angesagt.

Erfahrt im nächsten Teil alles, über das erste Training.

Die Autoren des 3. Teils sind Marie und Alex. Alex ist einer der Coaches des Teams und war während der Reise mit vor Ort. Er hat sich um den organisatorischen Ablauf gekümmert und alles, was für die Meisterschaft von Bedeutung gewesen ist. Marie ist aktive Athletin im Team. Sie ist einer der Flyer und hat das Reisetagebuch ins Leben gerufen.

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